Der Münchner Rollstuhlsport lädt zum Schnuppern ein

Erst vor wenigen Wochen wurde die Abteilung "Rollstuhlfechten" beim Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern (BVS) gegründet. Und schon jetzt begeistert der Sport Menschen - sowohl mit als auch ohne Behinderung. Am 11. und 12. Juli kamen über zwanzig Teilnehmer ins Münchner Werksviertel am Ostbahnhof, um das Rollstuhlfechten in der dort frisch eingweihten Halle auszuprobieren.
 
Die Kombination aus echter Wettkampfstimmung und Trainer-Anleitungen machte das Schnuppertraining zu einem spannenden Event, bei dem alle Teilnehmer den Rollstuhlsport unter realen Bedingungen miterleben konnten. Aufgrund der Corona-Richlinien war das Training in vier Einheiten á eine Stunde aufgeteilt, jeweils getrennnt durch Frischluftpausen.

Der Wettkampf stellte unter anderem den ersten Einsatz des neuen BVS-Rollstuhlfechters Didier Junk dar, 56 Jahre alt und seit zwei Monaten im Team. Er unterlag seiner Gegnerin vom TSV Trudering knapp mit 14:15 in der Direktausscheidung.
 
Für viele Fechter war es der erste Kontakt zum Rollstuhlfechtsport. Denn: Beim Rollstuhlfechten läuft Inklusion anders herum – die Rollstuhlsportler laden ein, ihren Sport aus nächster Nähe auszuprobieren. Die Sportart steht in Bayern – obwohl seit 1960 bei den Paralympics vertreten – erst am Anfang. Die Schnupperkurse, gefördert aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, tragen dazu einen großen Teil bei.

Und der Spaß ist noch nicht vorbei: Am 8. und 9. August findet gleich das nächste Schnuppertraining im Münchner Werksviertel statt. Dann lädt Abteilungsleiter Jürgen Zielinski-Lick wieder herzlichen zum Ausprobieren und Zuschauen ein. Parallel kann man an den beiden Tagen ebenfalls beim Werksviertel-Mitte Cup zuschauen und mitmachen.

Weitere Informationen finden Sie auf https://fechten-inklusiv.de/